Münchner Jakobsweg – Tag 6

Münchner Jakobsweg – Tag 6

Montag, 21. August 2017

Es war schon wieder der dritte und letzte Tag meines zweiten Abschnitts auf dem Münchner Jakobsweg. Ich wollte heute noch über die Wieskirche bis nach Steingaden laufen und von dort mit Bus und Zug zurück nach Hause. Es waren entspannte 14 km und so ließ ich meinen Tag ganz ruhig angehen. Zunächst musste ich mich von Werner verabschieden und wünschte ihm weiterhin Buen Camino. Wir vernetzten uns über Facebook und so hörte ich Anschluss zumindest noch ein paar Mal von ihm.

Ich machte mich auf den Weg Richtung Wildsteig und genoss den schönen Weg durch Wiesen und Wälder. Es mag für Außenstehende albern klingen, aber wenn man auf dem Jakobsweg ist – und sei es noch so weit weg von Santiago – freut man sich über jede Jakobsmuschel und jeden Hinweis, dass man auf dem „Camino“ ist. Und auch die Verpflegung direkt am Weg mit frischen Brombeeren konnte ich ebenfalls sehr genießen.

Brombeeren
Brombeeren direkt am Weg – welch ein Genuss
Perfekt für die Rast

In Wildsteig stieß ich dann auf die Lourdes-Kapelle, die unterhalb der Kirche liegt. Seltsamerweise hatte mein Führer, der ansonsten alle Besonderheiten des Wegs aufführt, nichts dazu geschrieben.

Lourdes Grotte
Lourdes Grotte in Wildsteig

Nachdem ich der Kirche in Wildsteig noch einen Besuch abgestattet hatte, machte ich mich auf zur Wieskirche. Der Weg dorthin war wirklich schön und ich genoss meinen letzten halben Tag, von den drei Tagen Jakobsweg, die ich mir diesmal genehmigt hatte. Aber schon jetzt war klar, dass die nächsten Abschnitte nach Möglichkeit länger werden mussten.

Traumhafte Landschaft – en gros
Traumhafte Landschaft – en détail

Und irgendwann tauchte sie dann auf, die berühmte Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies oder kurz Wieskirche genannt. Da haben die Stukkateure aus Wessobrunn im Inneren wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Wieskirche ist unbedingt sehenswert.

Wieskirche
Wieskirche
Himmel der Bayern

An so einem touristisch geprägten Ort gibt es natürlich auch Gastronomie und ich suchte mir eine der Gaststätten aus, um mich noch mal für die restlichen Kilometer bis Steingaden mit einer Suppe und einem „Russ“ zu stärken.

Kleine Stärkung für das letzte Stück Weges

So nahm ich dann die letzten 4 km für dieses Jahr in Angriff. Gleich hinter der Wieskirche ging es dann etwa 2 km über eine Bohlenpfad durch ein Moor und durch einen wunderbaren Wald. Mir gefiel dieser Wegabschnitt so gut, dass für mich klar war: Den nächsten Abschnitt beginne ich wieder an der Wieskirche und laufe mit Freuden noch mal den Weg nach Steingaden.

Pfad durch das Moor
Alles was der Pilger braucht

Von der Haltestelle Feuerwehrhaus Steingaden ging es dann mit dem Bus nach Füssen und von dort zurück nach Hause. Damit war mein erstes Jahr auf meinem Jakobsweg erstmal beendet. Aber eins war klar: Nächstes Jahr geht es auf dem Münchner Jakobsweg unbedingt weiter.

Praktische Tipps:

Da ich nicht mehr übernachtet habe, kann ich keine Tipps dazu geben. Ein Muss ist auf jeden Fall der Besuch der Wieskirche.

Wer Verbindungen zur An- und Abreise braucht, wird auf Bahn.de oder in der entsprechenden Bahn App fündig. Die sollte man sich vorher auf jeden Fall aufs Handy laden, denn die zeigt normalerweise auch die Bus-Verbindungen mit an. In den Gegenden ohne Bahnanschluss wie in Steingaden kann es schon etwas mühsam werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Ein paar Umsteiger sollte man einplanen.

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